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Oh Deutsche Sprache, quo vadis?

Die „Pforzheimer Zeitung“ hat mit dem unten stehenden Artikel einen unlösbaren philosophischen Disput in mir entfacht. Ein gordischer Knoten, den aufzulösen mir nicht gelingt. Wer verweis(t) mich an eine Stelle, die den Knoten vermag zu durchschlagen? Bitte teilen Sie mich darauf hin (Komma oder komma net?) dass meine ganzen geschriebenen Zeilen inhaltslos sind. Wenn sie mir das erklären können oder aufschreiben oder aufmalen oder konstruieren oder über Sozialen (sind die schon so groß, dass das ein Eigenname ist?) Netzwerken. (Den Rest des Satzes dürfen sie frei interpretieren)

Meine Alarmglocken schrillen, sie lassen mich nicht mehr schlafen. Wenn in schlechtem Deutsch verfasste Nachrichten Fake-News sind, was ist dann mit der dem Artikel zugrunde liegenden WhatsAPP-Nachricht, die auch mich erreichte? Wenn der Artikel, ob seines teils grausigen Deutsch, tatsächlich eine Falschmeldung ist, ist dann die WhatsAPP-Nachricht doch wahr? Muss ich mir jetzt doch Sorgen machen?

Nach genauerem Studium der Nachricht fällt mir auf,  dass der kleine martinelli mein Telefon hackt. Vielleicht sollte ich es nicht in meiner Hosentasche tragen, wer weiß, was er mir da noch so abhackt. Andererseits kann er das eigentlich nicht mehr, denn wenn martinelli ein Telefon gehackt hat, kann er ja nicht mehr repariert werden. Dann funktioniert er nicht mehr. Oder hat er noch gar kein Telefon gehackt? Warum sollte er sein Leben ausgerechnet bei meinem Telefon  aushauchen?

Fragen über Fragen, aber keine Antworten weit und breit. Jedenfalls werde ich morgen mein Telefon in den Tresor schließen, den schafft der kleine martinelli bestimmt nicht aufzuhacken. Und wenn ich übermorgen noch nicht verstümmelt bin, hole ich es wieder heraus. Denn er kommt ja nur morgen, nicht heute noch, oder vielleicht übermorgen, oder nächstes Jahr. Er folgt den seltsamen Ankündigungen immer genau ein Tag danach, bei mir, bei allen anderen, in ganz Deutschland, und, wie man liest, sogar über Landesgrenzen hinweg.

Zur Sicherheit werde ich mir ein zweites Telefon mit einer anderen Nummer zulegen. Und diese Nummer bekommt die eine Hälfte meiner Bekannten und Verwandten, die andere Hälfte kennt  nur die alte Nummer. Dann ist es unwahrscheinlicher, dass ich auf beiden Telefonen gleichzeitig, also am selben Tag, diese Nachricht bekomme, kann das Telefon mit der unheilvollen Ankündigung am Tag danach im Tresor lassen – und mit dem anderen ganz beruhigt telefonieren und „whatsAPPen“, wenn auch nur mit der jeweiligen Hälfte.

Macht nichts, dann hab ich mehr Zeit zum Schreiben inhaltsloser Nachrichten.

Liebe Grüße, schlaft trotz dieser Horrormeldung gut,

Euer Reti 😉

 

 

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Also ich jetzt auch

Soooooo viele Blogs gibt es inzwischen. Unüberschaubar die Anzahl, noch unüberschaubarer die Themen und undurchdringlich die Inhalte. Ein Urwald, bestehend aus professionellen Journalisten, Unternehmen, die ihre Produkte präsentieren, selbst ernannten Wortkünstlern und all denjenigen, die etwas glauben sagen (respektive schreiben) zu müssen.

Egal welche Meinung man zu einem Thema hat. Jeder findet seine Meinung in irgendwelchen Blogs bestätigt. Mit steht es nicht zu, manche Themen und manche Meinung als abstrus zu bezeichnen, denn schließlich darf jeder schreiben, was er möchte.

Halt! Nicht alles! Beleidigungen, Verleumdungen, Hassbotschaften sind sinnvollerweise verboten und gehören nicht zum Repertoire eines seriösen Bloggers (ja – es soll auch unseriöse Blogger geben). Nicht mal ernsthaft solche Dinge denken sollte man am besten – auch wenn es, das gebe ich zu – ab und zu schon mal schwer fällt.
Auf jeden Fall wirst Du solche Inhalte hier nicht finden. Und wer meint, solche Kommentare verfassen zu müssen, darf sich nicht wundern, wenn sie nicht zu lesen sind, muss im Ernstfall sogar mit einer Anzeige rechnen.

Soooooo – nun bin ich also auch dabei. Warum? Das weiß ich eigentlich auch nicht so recht. Aber es überkam mich einfach so mit dem ersten noch nicht sichtbaren kleinen Pflänzchen meiner beginnenden Karriere als Schriftsteller. Klingt hochtrabend. Mag sein. Aber manchmal gibt es Dinge, die mir auf der Seele brennen, juckt es mich in den Fingern meinen Sermon (laut Google: Predigt, „langweiliges Geschwätz“) zu manchen Themen zu schreiben, meine unwichtige Meinung kundzutun.

Was kannst Du von mir erwarten?

Nichts.

Zumindest solltest Du nichts erwarten, denn ich garantiere keine Beiträge in bestimmten zeitlichen Intervallen. Ich garantiere keine Themen. Ich garantiere nicht einmal meine Meinung. Denn letztere unterzieht sich einem stetigen Wandel. Mal wird sie gefestigter, mal ändert sie sich. Denn ich lerne jeden Tag dazu, auch, dass ich manchmal selbst mit wohldurchdachten Ansichten völlig daneben liege.

Soooooo – wenn Du jetzt der Ansicht bist, dass das alles ziemlich philosophisch klingt, dann hast Du ziemlich recht, zumindest so recht, wie man es aus philosophischer Sicht haben kann. Und um Dir ein klein wenig aus meinem Gedankenfundus zu verraten:
Meine Gedanken drehen sich besonders häufig um die Sozialisation der Menschheit, m.E. das Zeichen der Zivilisation. Besonders am Herzen liegt mir als – welch ein Wunder – freiwillig fünffachem Vater – die Erziehung, oder besser gesagt, die Vorbereitung der Kinder auf ein Leben in sorgfältiger Abstimmung zwischen Selbstverwirklichung und Sozialkompetenz. Aber dazu vielleicht später mal mehr.
Wichtig sind mir auch Themen aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Umwelt sowie Psychologie und Real-Philosophie.
Aber erwarte keine Verschwörungstheorien hier. Erwarte eher das Unerwartete, denn ich sehe in Politikern z.B. keine Monster, sondern Menschen mit Stärken und Schwächen, kenne einige Menschen der Kategorie „Big Boss“ auch persönlich und nehme kein Blatt vor den Mund, wenn ich sehe, wie manche mit Hilfe der erreichten machtvollen Position ihre narzisstischen Phantasien ausleben – weiß aber auch, dass viele dieser Menschen lieber die stillen Chefs sind, die sich freuen, wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, weil dann die Produktivität automatisch höher ist, die Qualität besser – und damit ihr eigener Posten sicherer. Als Unternehmensberater konnte ich da gute Erfahrungen sammeln, aber ganz und gar nicht dem allgemeinem Bild des Stellen abbauenden, nur Zahlen orientierten und sowieso alles besser wissenden Schlipsträgers entsprechen. Ok, einen Schlips trage ich auch manchmal, sogar ganz gerne. Ich hoffe, dass mir das verziehen werden kann. Und erfolgreich waren meine Beratungen auch – nur gingen in der Regel keine Stellen verloren.

Natürlich werde ich in meinem Blog auch meine eigenen literarischen in Buchform gegossenen Ergüsse vorstellen. Das kommt aber nicht so oft vor, da ich kein Akkordschreiber bin. Obwohl ich meine Tätigkeit als Berater stark reduziert habe, gibt es für mich auch noch andere Hobbies. Aber das ist jetzt gerade unwichtig.

Quintessenz der vorstehenden gut 600 Worte:

Ich blogge jetzt auch. Auch wenn es (noch) keiner liest 😉

Und damit für heute Tschüss,

Reti Reu